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WP v. 15.07.99 Längst entschieden: Die Martinstraße wird gebaut
Schotter für die 7. Korporalschaft / Letzter Dreifachzug Von Paul Rötz
Olpe. (WP) Der Korporalschaftsführer der 7. Abteilung muß es schon lange gewußt haben. Denn er prophezeite den Schützenbrüdern im Kolpinghaus jede Menge Schotter. Schotter, der im nächsten Jahr in die
Martinstraße, der Prachtmeile der "Siebten", eingebaut wird. Mit dem Rückbau der Straße, die tipptopp in Ordnung ist, wird der berühmte Dreifachzug am kommenden Sonntag das letzte Mal stattfinden.
Baudezernent Bernd Knaebel bestätigte gestern die sebastianische Prophezeiung aus der "Siebten". Während viele Anwohner der Martinstraße bei der letzten Bürgerversammlung im Kolpinghaus noch
davon ausgingen, daß die Versammlung eine reine Informationsveranstaltung der Stadtverwaltung ist, wurden sie mit der letzten Korporalschaftsversammlung der "Siebten" eines Besseren belehrt. Die
Planungsmaßnahmen seien in der Tat abgeschlossen, meinte Bernd Knaebel auf Anfrage unserer Redaktion. Bei der sei alles in trockenen Tüchern. Man habe voraus planen müssen, um in die Zuschußlisten des Landes zu
kommen. "Da kann man nicht einfach Skizzen einreichen oder Absichtserklärungen", sagte der Baudezernent. Das Land verlange fertige Pläne und vor allem Nachweise, daß die Stadt auch in der Lage ist,
Randbaumaßnahmen, die nicht bezuschußt werden, zu finanzieren. Die Stadt Olpe habe vorausschauend dafür gesorgt, den Rückbau der Martinstraße fristgerecht in Düsseldorf anzumelden. Daß die Zuwendungen auch
fließen, davon ist Knaebel überzeugt. Das Land lasse sich jedoch immer offen, im "Fall der Fälle" die Zusendungen auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben, etwa bei außergewöhnlichen
Landesstraßenbaumaßnahmen, die unbedingt auszuführen sind. Die Bürgerversammlung im Kolpinghaus sei nicht gesetzlich vorgeschrieben gewesen, da es sich nicht um einen neuen Bebauungsplan handele. Knaebel:
"Das war reine Serviceleistung unseres Hauses, damit der Bürger weiß, was auf ihn zukommt."
Der Ausbau der Martinstraße vom Kurkölner
Platz bis zur Günse, mit immerhin zwei neuen Kreisverkehren an der Fohrt und an der Pannenklöpperstraße, wird von allen Parteien favorisiert. Auch Bürgermeister Horst Müller steht
hinter dem rd. 2 Mio. DM teuren Vorhaben. Allein für die Planungen wurden 25 000 DM genehmigt. Im Haushaltsplan sind für die kommenden Jahre ebenfalls Mittel für den Ausbau Martinstraße
bereitgestellt. Die Bezuschussung durch das Land beträgt voraussichtlich ca. 80 Prozent. Den Rest tragen die Hausbesitzer. Die Abrechnung geschieht nach dem Kommunalen-Abgabe-Gesetz
(KAG) mit einer Formel (Nutzungsart, Grundfläche, Anzahl der Etagen und Tiefe des Hauses).
Bild:
In trockenen Tüchern: Die Martinstraße wird gebaut. Die Planungen sind abgeschlossen. Foto: Paul Rötz
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