|
WP v. Mo., 12.07.99
Aufgalopp zum Schützenfest Korporalschaften diskutieren über Bier und Preise, Musik und Regen
Von Paul Rötz Olpe. (WP) Der Aufgalopp zum Hochfest der St.-Sebastianus-Schützen ist vollzogen. Am Samstag abend trafen sich um 20
Uhr die Schützenbrüder der neun Korporalschaften in ihren Wachlokalen zur traditionellen Korporalschaftsversammlung und eröffneten damit die Oktav. Major Paul Imhäuser und Hauptmann Theo Süttmann begaben sich auf
Dienstreise und besuchten jede einzelne Abteilung, um Anregungen, Kritik aber auch Lob entgegenzunehmen. Natürlich war auch die amtierende Majestät Thomas Wurm dabei.
Neben den obligatorischen Grußworten und dem Verlesen
des Kassenberichts gab's Diskussionen um Bier und Preise, um Musik und Kapellen und um Sonne und Regen. Aber auch ganz spezielle Fragen wurden an Imhäuser gestellt, wie z.B. die große Silvesterfete auf
dem Schützenplatz "Ümmerich 2 000". Imhäuser bestätigte bei der 7. Korporalschaft im Kolpinghaus, daß es das einst geplante Großfeuerwerk nicht geben wird - aus Sicherheits- und
aus aus Kostengründen, wie der Bild: Michael Müller (r.) war zehn Jahre Chef der
7. Korporalschaft am Hohen Stein. Jetzt übergab er im Kolpinghaus das Amt an Markus Pohl.
Major sagte. Ferner möchte man auch nicht den Olper Einzelhändlern in die Quere
kommen, die auf dem Gallenberg zur Jahrtausendwende ein Großfeuerwerk abbrenne wollen. Der Kartenvorverkauf für das Silvesterspektakel auf dem
Schützenplatz hat bereits vor geraumer Zeit begonnen. Das Interesse für die Veranstaltung bleibt aber offensichtlich hinter den Erwartungen der Verantwortlichen
zurück. Denn die eingeplanten 2000 Gäste hat man deutlich nach unten korrigiert. Paul Imhäuser sprach von jetzt ca. 1400. Wieviel Eintrittskarten bislang wirklich
verkauft sind, konnte der Major nicht genau sagen, schätzte aber "mehr als 750". Auf dem Schützenplatz selber werde auch in Zukunft gebaut, sagte Imhäuser und
sprach damit den Neubau des Musikpavillons an. Das in de späten 50ern vom Architekturbüro Langenhagen errichtete Musikhäuschen sei viel zu klein. "Damals
reichte es wohl für 60 Mann, heute haben da keine 35 mehr Platz", resümmierte der Schützenmajor und redete dem Neubau das Wort. Man habe die Olper Architekten
aufgefordert, einmal Vorschläge zu unterbreiten. Auch sei der vorstand für Anregungen der Schützenbrüder offen. In einigen Abteilungen gab es personelle Veränderungen.
So mußte die 7. Als auch die 2. Jeweils einen neuen Korporalschaftsführer wählen, denn Michael Müller trat in der 7. Nach zehn Jahren nicht wieder an, und Joachim
Sondermann aus der 2. Wurde letztens in den Schützenvorstand gewählt. Der neue Chef am Hohen Stein heißt jetzt Markus Pohl (25), der sich in einer
Stichwahl gegen Peter Harnischmacher (29) äußerst knapp durchsetzte. Bei der "Twetten" im Café Lüning besaß der frühere Stellvertreter Hans-Joachim
Heuel das Vertrauen der Schützenbrüder. Er wurde Chef der Wüste. Christian Ratte ist jetzt Stellvertreter. Bei der Dritten im Klumpen gab's ebenfalls Veränderung. Stellvertreter Michael
Kruse trat zurück. An seine Stelle wurde Achim Rosemeyer gewählt. Auch die Känguruhs vom Hatzenberg aus der 9. Korporalschaft mußten im "Kump"
nach einem neuen Stellvertreter Ausschau halten, weil Peter Zeppenfeld ebenfalls in den Vorstand gewählt wurde. Sein Nachfolger heißt Mike Arens.
Zum Schluß noch eine schöne Begebenheit aus der "Twetten". Schützenkönig Thomas Wurm wollte eigentlich das neue Feuerwehrhaus in seinen Orden als Motiv gravieren lassen.
Da die Stadt Olpe aber mangels Finanzmasse den Bau noch nicht verwirklichen kann, mußte Wurm natürlich auf ein anderes Motiv zurückgreifen. Er wählte das
erste deutsche Kinderhospiz der Olper Franziskanerinnen. Korporalschaftsführer HaJo Heuel erfüllte Wurms Neubauwunsch auf seine Weise: Er schenkte ihm ein tipptopp geschreinertes Modell des neuen Spritzenhauses.
Übersicht Schützenfest 1999
zurück zur Übersicht aller Presseveröffentlichungen ...
Schützenball 2000
Silvester 2000
1999
|